Der Glaube an das Grosse in der Architektur der Moderne

Grossstrukturen der 1960er und 1970er Jahre

Betonkolosse aus der Nachkriegszeit prägen das Gesicht vieler Städte – wie geht Stadtplanung heute mit diesem Erbe um?

 

 

Titelinformation

Sonja Hnilica

1. Auflage

, 2018

Gebunden

264 Seiten, 96 farbige und 178 sw Abbildungen

21 x 27 cm

ISBN 978-3-03860-093-0

Inhalt

Grossstrukturen sind ein markantes architektonisches Erbe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stets höchst umstritten. An Komplexen wie der Ruhruniversität Bochum, dem Klinikum Aachen oder dem Nordwestzentrum Frankfurt scheiden sich bis heute die Geister. Doch ist der Glaube an das Grosse ein konstituierendes Element in der Architektur moderner Gesellschaften. Grosswohnsiedlungen, Einkaufszentren, Hochschulen für Tausende von Studierenden, Konferenzzentren oder Krankenhäuser auf der ganzen Welt zeugen als typische Bauaufgaben davon. Die Bauten wurden gross wie ganze Städte und sollten dabei so effizient wie Maschinen funktionieren. Es bildeten sich drei dominierende Konzepte für die Giganten heraus: Grossform, Bausystem und Megastruktur.

Dieses neue Buch stellt erstmals systematisch den Theoriediskurs um Grossstrukturen dar. Es eröffnet neue Perspektiven für den Umgang mit den viel geschmähten ererbten Riesen und zeigt eindrucksvoll auf, wie aktuell Debatten um das Bauen im grossen Massstab auch heute sind.

Autoren & Herausgeber

Sonja Hnilica

forscht und lehrt zur Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Dortmund und hat umfangreich zur Rolle von Denkmodellen im Entwurfsprozess sowie zur Architektur der Nachkriegsmoderne publiziert.