Kunst-Gewerbeschule Zürich

Re-Restaurierung und Umbau für die Allgemeine Berufsschule Zürich ABZ

Eine Ikone des Neuen Bauens in Zürich wird wiederbelebt

 

Titelinformation

Herausgegeben von Arthur Rüegg und Silvio Schmed. Mit Beiträgen von Leza Dosch, Lukas Knörr, Arthur Rüegg, Silvio Schmed und Monika Stöckli sowie Fotografien von Alexander Troehler

1. Auflage

, 2018

Gebunden

80 Seiten, 76 farbige und 43 sw Abbildungen

23 x 28 cm

ISBN 978-3-85881-569-9

Inhalt

«Schuhfabrik» und «Modewitz» sind nur zwei der Übernamen, mit denen der damals als revolutionär empfundene Neubau für die Gewerbeschule und das Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich bedacht wurde. Heute gilt das grosszügige Gebäude, das die Architekten Adolf Steger und Karl Egender 1930 bis 1933 errichtet hatten, als eine der wenigen Ikonen des Neuen Bauens in Zürich. Der Schultrakt ist mit seinem Flachdach und den Rasterfassaden der Inbegriff eines modernen «Laboratoriums für die Industrie», in dem grosse Lehrer der angewandten Kunst wie Alfred Altherr, Johannes Itten, Hans Finsler, Willy Guhl oder Josef Müller-Brockmann Generationen von Gestaltern und Fotografen prägten.

Mit einer raffinierten Re-Restaurierung und einigen neuartigen Detaillösungen adaptierten die Architekten Silvio Schmed und Arthur Rüegg 2016/17 den ehemaligen Sitz der legendären Zürcher Kunsthochschule an die heutigen Bedürfnisse der Allgemeinen Berufsschule Zürich ABZ. Diese Baumonografie gibt Einblick in die prototypischen Probleme, die bei der Anpassung an aktuelle Standards zu lösen sind, stellt das Bauwerk aus der Sicht der Denkmalpflege in seinen historischen Dimensionen dar und zeichnet ein anschauliches Bild des bisherigen und des zukünftigen Lebens in diesem herausragenden Zeugen der Moderne.

Autoren & Herausgeber

Leza Dosch

 (*1953), Kunsthistoriker und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Dissertation über die Bauten der Rhätischen Bahn. Verschiedene Publikationen hauptsächlich zur Architektur und bildenden Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.

Lukas Knörr

, Bauberater bei der Denkmalpflege des Kantons Zürich.

Arthur Rüegg

 (*1942, Bülach), Architekt und Autor sowie Herausgeber zahlreicher Bücher, u.a. über Le Corbusier. Studium der Architektur an der ETH Zürich 1961–1967. 1971–1998 mit Ueli Marbach Architekturbüro in Zürich. 1991–2007 Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich.

Silvio Schmed

 (*1952, Trun), seit 1987 selbständiger Architekt in Zürich und Zusammenarbeit mit Arthur Rüegg.

Monika Stöckli

, Architektin ETH SIA, Projektleiterin.

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Cover

Copyrightangabe für alle Fotografien: © Alexander Troehler

Nach der Schliessung der Verbindung zwischen Museum und Gewerbeschule im 2. Obergeschoss wird der ehemalige Nebeneingang des Schultrakts zum neuen Haupteingang der Allgemeinen Berufsschule Zürich (ABZ) aufgewertet. Er erhält eine Beschriftung und eine eigene Adresse: Ausstellungsstrasse 44.

Die neu geschaffenen, von der Wand etwas abgesetzten Brandschutzdrehfalttüren ermöglichen wieder den freien Blick durch den gesamten Schultrakt. Nach der Verlegung der Elektroführung in die Zimmerbereiche konnte die neue Gipsdecke etwas höher montiert werden, sodass die Profile der Oberlichter erneut sichtbar sind. Die mit leicht vorstehenden massiven Plexiglasabdeckungen versehenen Beleuchtungskörper nehmen den Rhythmus der Gebäudestruktur auf.

Korridorfront eines Schulraums mit originalem Parkettboden und aufgerüsteten Schrank- und Sanitäreinrichtungen.

Standardschulzimmer mit Rackmöbel, Wandtafel und davon abgehenden Leuchtenprofilen.

Die warme Tonalität des Zusammenspiels von holzsichtigem Türblatt, grauem Holzrahmen, Steinzeugprofil, Oppdal-Gneis und neuer Tapete. Zimmerbeschriftung mit hellblauer Rücklage.

Ernst Keller, der an der Kunstgewerbeschule von 1918 bis 1956 angewandte Grafik unterrichtete, schuf für das Kunstgewerbemuseum und die Gewerbeschule eigens eine seiner kraftvollen, elementar wirkenden Schriften. Mithilfe bauzeitlicher Fotografien konnte der Schriftzug über den Radiatornischen der Treppenhäuser rekonstruiert werden.

Die installationsintensiven Schulküchen sind im Untergeschoss direkt an die vertikale Steigzone angelagert. Die relativ geringe freie Raumhöhe verlangte eine ausgeklügelte Anordnung der Lüftungskanäle, der Lüftungsdecken sowie der Küchengeräte.

Der wiederhergestellte «Gelenkraum»: Durch das originale Holzfenster sowie den neuen Brandabschluss gelangt natürliches Licht in den Raum. Den bauzeitlichen Lichteinfall, über das angrenzende ehemalige Lehrerzimmer, ersetzt heute ein raumhoher begehbarer Lichtschrank mit dem auf Glas gedruckten Werk von Cat Tuong Nguyen.

Die neuen Büroeinbauten sind über innenliegende Verbindungszonen erschlossen und in Anlehnung an bauzeitliche Vorbilder durch mit schmalen Stahlprofilen konstruierte Glaswände abgetrennt.

Das Informationszentrum erhielt eine Empfangstheke sowie eigens entworfene Arbeitstische für die Lernenden, die alle erforderlichen Infrastrukturen beinhalten.

Die Schaffung eines neuen Haupteingangs zur Allgemeinen Berufsschule Zürich schliesst auch eine Aufwertung des Vorfeldes ein.

 

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