Ernst A. Plischke (1903–1992)

Architekt zwischen den Welten

Der Lebensweg des herausragenden österreichischen Architekten der Internationalen Moderne zwischen Wien und Wellington Ernst A. Plischke, präsentiert mit bisher unveröffentlichten persönlichen Notizen, Briefen und Fotografien

 

Titelinformation

Christoph Schnoor

1. Auflage

, 2020

Gebunden

460 Seiten, 280 farbige und 50 sw Abbildungen

16.5 x 23.5 cm

ISBN 978-3-03860-191-3

Inhalt

Mit dieser Werkbiografie über Ernst A. Plischke (1903–1992) wird der Lebensweg des international renommierten Architekten zwischen Wien und Neuseeland detailliert und reichhaltig illustriert nachgezeichnet. Neues, von seiner Familie zur Verfügung gestelltes Material in Form von Tagebüchern, Briefen, Notizbüchern und Fotografien ermöglichte es dem Autor, Plischkes architektonisches Denken erstmals in enger Verbindung mit seiner Biografie darzustellen.

Plischke studierte bei Oskar Strnad, Josef Frank und Peter Behrens, gründete 1928 sein eigenes Architekturbüro und verbrachte 1929 ein halbes Jahr in New York, wo er im Büro von Ely Jacques Kahn arbeitete. In Österreich konnte er mit dem modernen Arbeitsamt in Wien-Liesing (1931) einen ersten internationalen Erfolg feiern.

1939 flüchtete Plischke nach Wellington, Neuseeland. Zunächst im Department of Housing Construction an wichtigen modernen Wohnhausbauten der neuseeländischen Regierung beteiligt, gründete er 1948 sein eigenes Büro mit Cedric Firth. Er konnte eine grosse Anzahl Bauten verwirklichen, die Wohnhäuser, Kirchen und das Massey House in Wellington umfassen. Er vertrat eine präzis detaillierte, zurückhaltende Architektur der Moderne, die sich der jeweiligen Landschaft behutsam einpasste.

1963 kehrte Plischke als Professor der Akademie der bildenden Künste nach Wien zurück. Das Haus Frey in Graz (1973) kann als Kulmination von Plischkes in Österreich und Neuseeland gesammelten Erfahrungen gelten. Sein Einfluss auf die heimische Architekturszene war sowohl aufgrund seiner Lehrtätigkeit als auch aufgrund seiner Position als herausragender österreichischer Architekt der Moderne bedeutend.

 

Christoph Schnoor studierte Architektur und promovierte 2002 an der TU Berlin über das städtebauliche Traktat La construction des villes von Le Corbusier. Er lehrt Architekturgeschichte, Theorie und Entwerfen als Associate Professor am Unitec Institute of Technology in Auckland, Neuseeland.  

Autoren & Herausgeber
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Cover

Entwurf für ein Schauspielhaus, Perspektive des Foyers mit Palmenhaus (1924) © EAP Nachlass, Akademie / HZ_30165

Arbeitsamt Liesing (1930/31) © EAP Nachlass, Akademie

Haus Gamerith im Kontext der Landschaft (1934) © EAP Nachlass, Akademie / HZ_30516

Haus Spitz, Molveno, perspektivischer Schnitt (1936/37) © EAP Nachlass, Akademie / HZ_30650

Hochhaus Freihausgründe, Fassade (1937) © EAP Nachlass, Akademie

Perspektive Orakei I © EAP Nachlass, Akademie / HZ_30811

Aquarell des Tasman Memorial © ATL / Plans-80-1123

EAP, Entwurf für das Community Centre Tamaki, Glen Innes, Auckland (1943 – 47) © EAP Nachlass, Akademie / HZ_30931

Haus Henderson (1948–50) © EAP Nachlass, Akademie

Fassadenstudie des Massey House © EAP Nachlass, Akademie / HZ_31630

Perspektive des Community Centre Khandallah (Kohle, Tusche) © ATL / Plans-2015-071-019-2

 

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